Veranstaltung: Milchpraxis - Roadshow 2017 – Transitkuhmanagement 4.0


Tagungsunterlagen zum Download

Pete Kappelman, Farmer, Meadow Brook Dairy Farms, Wisconsin, USA
Die Milchviehherde auf Erfolgskurs bringen
Kann man sich vorstellen, dass Milchkühe in unserer heutigen Welt wie Rennpferde sind? Milchviehhaltung ist ein Wettbewerb, so viel ist sicher, und inzwischen bereits ein globaler Wettbewerb. Ihre Kühe wettbewerbsfähig zu haben, ist nicht kompliziert. Aber es erfordert von Ihnen ein hohes Maß an Planung und Geschick, damit die Plätze im Gewinnerfeld auch leicht für Ihre Kühe erreichbar sind. Um diese höchste Leistung von Ihren Tieren zu bekommen, ist Vorbereitung und Planung ist ein Muss! Am wichtigsten ist Ihre Bereitschaft und Fähigkeit, sich zu ändern und anzupassen. Seien Sie bereit, sich selbst zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen. Gut zu sein, in dem was man tut, kann verhindern, der Beste zu werden! Eine praktische Anleitung zur Selbstprüfung.

Prof. Dr. Marina von Keyserlingk, The University of British Columbia, Vancouver, Canada
Was wollen unsere Kühe wirklich? Einzigartige Einblicke in das Verhaltung unserer Hochleistungskühe
Eine große Herausforderung für Milchproduzenten und Tierärzte ist die Gesunderhaltung von Milchkühen und Kälbern. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Milchkühe in den Wochen um die Kalbung krank werden. Zu diesen Krankheiten gehören Stoffwechselkrankheiten wie Hypokalzämie und Ketose, Infektionskrankheiten wie Mastitis und Metritis sowie Krankheiten im Huf und Bein, die Lahmheit verursachen können. Diese Krankheiten wirken sich negativ auf das Tierwohl aus und kommen damit dem Tierhalter teuer zu stehen. Während dieses Vortrages wird diskutiert, wie verschiedene Managementfaktoren das soziale Verhalten von Milchkühen beeinflussen, und damit das Risiko einer Erkrankung entsprechend erhöht oder erniedrigt werden kann. Tatsächlich können Verhaltensänderungen vor dem Abkalben wichtige Zeiger sein, erkrankte Kühe in den Wochen nach der Kalbung zu identifizieren. Mit diesem Wissen können Praktiker durch Veränderungen im Management die Krankheitsrisiken minimieren.

Dr. Denise Gessner, Institute of Animal Nutrition and Nutrition Physiology, Gießen
Neue Einblicke in den Stoffwechsel unserer Kühe: Was bedeutet das für die Praxis?
Moderne Milchkühe sind in der Lage sehr hohe Milchleistungen je Laktation sowie in Ihrem gesamten Leben bei hoher Nutzungsdauer zu produzieren. Hohe Milchleistungen erfordern enorme Stoffwechselleistungen von diesen Tieren. Jegliche Art von Stressoren wirken sich negativ auf die tierischen Leistungen aus und beeinflussen physiologische Stoffwechselfunktionen. Speziell in der Transitphase gilt es den Stoffwechsel zu justieren um den Übergang vom Trockenstand in die Laktation zu meistern. Nur stoffwechselstabile und gesunde Kühe sind diesen Herausforderungen gewachsen. Erleben sie weltweit einzigartige Einblicke in die zellulären Kraftwerke der Zellen sowie praktische Fütterungsempfehlungen zur Optimierung des Stoffwechsels von hochleistenden Milchkühen um eine nachhaltige Tiergesundheit zu gewährleisten.   

Dr. Christian Koch, Lehr- und Versuchsanstalt Neumühle, Rheinland-Pfalz
Transition Cow Management objektiv und ökonomisch beurteilen
Die Transitphase und das Transitmanagement, welches durch die Betriebsleiterin oder Betriebsleiter maßgeblich bestimmt werden, stellen eine der sensibelsten und wichtigsten Phasen im Leben von Milchkühen dar. Nur Kühe die mit neuestem Wissen und Kuhverstand optimal durch die Transitphase gesteuert werden, schaffen problemlos die Herausforderungen für die kommende Laktation. Häufig sind es die vielen kleinen alltäglichen Dinge, die es gilt konsequent umzusetzen, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Welche Auswirkungen z. B. Stress während der Transitphase auf die Tiere und deren Leistungen haben können, erfahren Sie anschaulich anhand praktischer Beispiele. Kleine Veränderungen sind jedoch im praktischen Alltag häufig nur schwierig direkt zu erkennen, um diese zeitnah zu optimieren. Getreu dem Motto: „Nur was ich messe, kann auch beurteilt bzw. mit Zielwerten abgeglichen werden!“  Welche Methoden es gibt, um das betriebliche Transitmanagement zeitnah, objektiv sowie ökonomisch zu bewerten, erfahren Sie im Vortrag!     

Prof. Dr. med. vet. Volker Krömker, tierärztliche Hochschule Hannover
Effektiv weniger Euterprobleme – neue Erkenntnisse und praktische Ansätze
Die Zeit vom Trockenstellen bis zur ersten Milchkontrolle ist für die Eutergesundheit von Milchkühen entscheidend. Sie bietet Chancen für eine Ausheilung erkrankter Milchdrüsen – auch bei restriktivem Antibiotikaeinsatz - aber genauso umfängliche Risiken für Neuinfektionen und klinische Erkrankungen. Moderne Analysen erlauben die unmittelbare Einschätzung der Situation und geben Impulse für die richtigen Maßnahmen im Betrieb. Eine praktische Anleitung zur Vorgehensweise im praktischen Betrieb.



Oranisatorisches


Datum/Ort

  • Montag,06.02.2017:
    Köllitsch

  • Dienstag, 07.02.2017:
    Karow

  • Mittwoch, 08.02.2017:
    Verden

  • Donnerstag, 09.02.2017:
    Großefehn

  • Freitag, 10.02.2017:
    Haus Düsse, Bad Sassendorf

Uhrzeit:

9.30 Uhr bis ca. 16.00 Uhr,
Einlass 9.00 Uhr